Heizen, Kühlen und Akustik in einer Decke
Die großflächigen Fensterfronten des Gebäudes stellten hohe Anforderungen an die Kühlung: Ohne aktive Lösung hätte sich der Komplex an sonnigen Tagen wie ein Gewächshaus aufgeheizt. Gleichzeitig sollte die Heizlösung zum nachhaltigen Energiekonzept mit PV-Eigenversorgung passen – ein klassisches Konvektionssystem schied damit aus.
Die gelochte Gipskartondecke mit Aluminium-Kupfer-Aktivierung hebt und kühlt nach dem Strahlungsprinzip: Durchströmt von warmem oder kaltem Wasser gibt die Deckenfläche ihre Energie überwiegend in Form von Strahlung ab, ohne zuerst die Raumluft zu temperieren. Das senkt den Energiebedarf spürbar und wird vom Menschen als besonders behaglich empfunden – ohne Zugerscheinungen, ohne Geräusche.
Die 2.353 m² Klimadecke integrierte Deckenleuchten, Revisionsöffnungen und architektonische Säulen nahtlos in das Deckenbild. Die perforierte Oberfläche in Verbindung mit einem rückseitigen Akustikflies reduziert Schallpegel und Nachhallzeit – auch bei Vollbelegung der Büros bleibt der Lärmpegel im angenehmen Bereich.