Klimasegel mit Graphit-Aktivierung – Regeneratives Heizen und Kühlen im Bürokomplex
Im Golfpark Fürth entstand 2009 ein dreigeschossiger Bürokomplex mit großflächiger Verglasung und markanter Sichtbeton-Ästhetik. Für Heizung und Kühlung setzte der Bauherr auf ein vollständig regeneratives Konzept: elf Erdsonden mit 70 m Tiefe in Kombination mit einer Wärmepumpe – und Klimasegeln mit Graphit-Aktivierung als Wärmeverteilsystem. Kühlung, Heizung, Akustik und Beleuchtung wurden dabei in einem System vereint.
Baujahr
2009
Gebäudegrundfläche
ca. 1.650 m²
Deckenfläche
Heizbetrieb (VL/RL/RT)
Kühlbetrieb (VL/RL/RT)
Raumtemperatur
Erdwärme trifft Strahlungsprinzip
Die Wahl des Wärmeverteilsystems stand unter zwei Prämissen: Das Gebäude musste mit den niedrigen Vorlauftemperaturen der Erdwärmepumpe effizient heizen – und gleichzeitig im Sommer kühlen können. Klimasegel mit Graphit-Aktivierung erfüllten beide Anforderungen. Im Kühlbetrieb wurde bewusst auf eine oberseitige Isolierung verzichtet, sodass die Rückseite der Strahlplatte zusätzliche konvektive Kühlleistung liefert.
Auf 1.650 m² Mietfläche wurden 230 Segel in zwei Formaten installiert – perforiert mit schallabsorbierendem Vlies für die Büroräume, mit integrierter Beleuchtung für den Empfangsbereich. Die Abhängung von nur 14 cm war gestalterisch gewollt: Die sichtbar von der Betondecke abgehängten Segel passen zur Designphilosophie „Transparente Technik" mit offen geführten Rohrleitungen.
Jede Mieteinheit ist über einen eigenen Einzelraumregler steuerbar; ein Schlüsselschalter erlaubt jedem Mieter die individuelle Wahl zwischen Heiz- und Kühlbetrieb. Die Kühlung erfolgt passiv direkt über Sondenwasser und Wärmetauscher – ohne Kältemaschine. Die Wärmepumpe erreicht eine Jahresarbeitszahl von 3,0.
Strahlungswärme
Behaglichkeit
Kühlwirkung
Zugerscheinung
Varianten & systeme










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