Realisierung
Drei Varianten – eine klare Entscheidung
Das Ingenieurbüro Neumann-Lebede-Schweizer aus Freiburg verglich drei Systemalternativen: konventionelle Radiatoren mit Splitkühlung, Grundwasserkühlung über Gebläsekonvektoren sowie eine Komplettlösung aus Wärmepumpe und Klimadecke mit Graphit-Aktivierung. Die dritte Variante überzeugte mit einem jährlichen Energiekostenbedarf von 2.250 Euro – gegenüber 16.500 Euro (Variante 1) und 12.300 Euro (Variante 2). Der CO₂-Ausstoß reduziert sich im Vergleich zu einer konventionellen Öl-Heizung und Kältemaschine um 96 Tonnen pro Jahr.
Auf 862 m² Deckenfläche wurden über vier Etagen Klimadecken mit Graphit-Aktivierung installiert: im Foyer als glatte Deckensegel, in den Großraumbüros und Besprechungsräumen in der gelochten Rasterausführung mit schallabsorbierendem Vlies. Die Beleuchtung wurde direkt in die Rasterdecke integriert. Die Regulierung erfolgt zonenweise über Raumfühler; eine Taupunktüberwachung schließt Kondensation zuverlässig aus.
Im Sommer wird passiv über das Grundwasser gekühlt, ohne Kältemaschine, mit minimalem Energieaufwand. Die Montage profitierte von voreingestellten Volumenstromreglern, die einen hydraulischen Abgleich vor Ort überflüssig machten.